Zukunft lässt sich nicht im Alleingang gestalten. Sie entsteht dort, wo Menschen mit Haltung zusammenkommen, Verantwortung teilen und das Neue nicht nur denken, sondern tun.
Denn es geht uns nicht mehr darum, nur über Transformation zu sprechen. Wir wollen sie erleben. Die von GOODplace initierten NOW!DAYS sind ein Lernraum – weg vom Nebeneinander vieler Einzelinitiativen, hin zu einem gemeinsamen Netzwerk – einer Meta-Allianz der Guten Arbeit.
Ein Beispiel, das diesen Geist schon jetzt verkörpert, ist der frisch gegründete Enfants Terribles e.V..
„Wir sind ein lebendiges Netzwerk von produktiven Störenfrieden“
Lucia Leopold, Vertreterin des neuen Vereins, beschreibt ihn mit leuchtenden Augen:
„Wir wollen Arbeit mutig neu denken – menschlicher, planetenfreundlicher, experimentell. Der Verein ist unser Weg, Verantwortung gemeinsam zu tragen und neue Formen des Miteinanders auszuprobieren.“
Der Enfants Terribles e.V. ist aus der bekannten Community rund um Les Enfants Terribles hervorgegangen, die Marion King vor über zehn Jahren gegründet hat. Viele der Mitglieder haben dort ihre Ausbildung zum New Work Professional absolviert – und sich seither über Werte, Haltung und gemeinsames Lernen verbunden.
„Ein loses Netzwerk hätte uns nicht die Tiefe gegeben, die wir brauchen“, sagt Lucia. „Wirksamkeit braucht Verbindlichkeit – aber in selbstorganisierter, demokratischer Form. Wir wollen kein Netzwerk zum Konsumieren, sondern ein Verein, in dem jede:r Verantwortung übernimmt.“

38 Menschen haben die Gründung getragen, rund 600 gehören zur erweiterten Community. Was sie verbindet, ist die Überzeugung, dass gute Arbeit immer auch persönliche Entwicklung braucht.
„New Work needs Inner Work“, sagt Lucia. „Ohne inneren Wandel bleibt Organisationsentwicklung Oberfläche.“
Vom Ich zum Wir
Was uns an dieser Initiative besonders inspiriert, ist der lebendige Gedanke des Wir. Viele Menschen, die Kulturwandel gestalten, kennen das Gefühl, mit ihren Überzeugungen allein zu sein. In der Community der Enfants Terribles passiert das Gegenteil:
„Neue Mitglieder erleben, dass sie nicht allein sind mit ihrem Wunsch, Arbeit anders zu gestalten“, erzählt Lucia. „Sie treffen Menschen, die ähnliche Werte teilen und schon viel Erfahrung haben. Wir haben Arbeitskreise, kollegiale Beratung, digitale Treffen und Community-Events, in denen Ideen zu Projekten werden.“
Hier wird nicht nur diskutiert, sondern ausprobiert – auf Augenhöhe, mit Neugier und Freude am gemeinsamen Lernen. Das hat uns bei GOODplace besonders berührt, denn es entspricht unserem eigenen Verständnis von Kulturwandel: Kultur entsteht nicht durch Konzepte, sondern durch Erfahrung im Tun.
NOW!DAYS & Enfants Terribles: dieselbe Frequenz
Zwischen den NOW!DAYS und dem neuen Verein besteht eine natürliche Resonanz. Beide sind Experimentierräume, die gute Arbeit spürbar machen wollen – jenseits von Methoden oder Schlagworten.
„Wir sind selbst ein Experimentierraum für gute Arbeit – genau wie ihr“, sagt Lucia. „Ich freue mich riesig auf Berlin. Da treffen Menschen aufeinander, die ähnlich denken, aber in unterschiedlichen Kontexten wirken. Das schafft neue Möglichkeiten, neue Kooperationen – vielleicht sogar Allianzen, die wir heute noch gar nicht sehen.“
Besonders begeistert ist Lucia vom unkonventionellen Programm:
„Ich finde großartig, dass ihr körperorientierte Formate integriert – Embodiment, performative Zugänge, sogar das Thema Tod. Das ist mutig – und genau richtig. Wir sind so sehr im Kopf. Echte Transformation entsteht, wenn Körper und Geist zusammenkommen.“
Dieser Satz bringt auf den Punkt, was uns bei GOODplace antreibt: Zukunft lässt sich nicht nur kognitiv entwerfen. Sie entsteht, wenn wir sie verkörpern – mit Verstand, Verbundenheit und Präsenz.
Wirkung durch Verbindung
Wir leben in einer Zeit, die nach Verbindung ruft. Organisationen, Teams und Menschen stehen an einem Wendepunkt, an dem Haltung wichtiger ist als Methodenwissen.
Gute Arbeit entsteht dort, wo sich Menschen gegenseitig stärken – wo Erfahrung geteilt, Vertrauen aufgebaut und Verantwortung gemeinsam getragen wird. Genau das machen Initiativen wie der Enfants Terribles e.V. sichtbar.
„Wenn wir uns verbinden, entsteht Neues – Projekte, Ideen, Wirksamkeit. Selbstwirksamkeit wächst, weil wir uns gegenseitig Rückenwind geben“, sagt Lucia.
Das ist auch unser Lernmoment bei GOODplace: Wirksamkeit ist kein individueller Erfolg, sondern ein kollektives Phänomen. Darum verstehen wir die NOW!DAYS als Impuls – für mehr Allianzen, für Zusammenarbeit über Grenzen hinweg, für ein Miteinander, das trägt.
Ausblick: eine Meta-Allianz der Guten Arbeit
Was bedeutet das für uns konkret? GOODplace entwickelt sich weiter – vom Institut, das Räume aufmacht, in denen gute Arbeit erfahrbar wird. Wir wollen, dass Communities wie der Enfants Terribles e.V., Feelgood-Kulturgestalter:innen, Loop Fellows, C-Space Regenerative Community, Coaches, Führungskräfte und Organisationsentwickler:innen ihre Kräfte bündeln können.
Unsere Vision ist eine Meta-Allianz der Guten Arbeit – ein Zusammenschluss von Menschen und Organisationen, die den Dreiklang aus People, Planet und Profit ernst nehmen und ihn in ihrer Praxis leben. Eine Allianz, die Haltung sichtbar macht, Verantwortung teilt und zeigt: Zukunft passiert nicht nebeneinander – sie entsteht im Miteinander.
Die NOW!DAYS 2025 waren ein erster Schritt dahin. Ein Raum, in dem wir nicht nur voneinander lernen, sondern miteinander wachsen.
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Die NOW!DAYS 2026 finden am 11.–13. JUNI in Berlin statt – als offenes Labor für Zukunftsgestalter:innen, die wirkungsstark denken und arbeiten und Gemeinschaft leben wollen.
Mehr über die Community der Enfants Terribles e.V.:
👉 https://www.enfants-terribles.community/
Und mehr über das Programm der NOW!DAYS:
👉 https://goodplace.org/nowdays


